Dienstag, 30. Dezember 2008

bin zurueck!


vor einer woche ganz genau
stieg die carina in den zug
heute ist sie-oh schau schau
schon wieda zruck.

geplant warn ein paar tage mehr
doch Indien hatte einen anderen plan
zug und bus finden gestaltete sich schwer
so kam ich heute nacht wieder in delhi an.

die reise die war wunderschoen
jaisalmer und pushkar
vielleicht nochmal, wir werden sehen,
im naechsten jahr (also uebermorgen).

(foto: blick von ford auf jaisalmer/rajasthan)

Sonntag, 28. Dezember 2008

Franzosen everywhere!


Leider kann ich euch (noch) nicht meine vielen wunderschoenen Fotos zeigen, aber ich kann euch sagen, dass ich meine Reise (seit 23.12) voi geniesse!
Ich war schon in Jaisalmer und derzeit begutachte ich die Kuehe in Pushkar (ja, selbst in der Wueste gibts Kuehe zum "Saufuadern").

Sobald ich das Erlebte mit Bildern untermalen kann, werdet ihr erfahren, warum...
  • mein Bett die Federn zuviel hatte, die der Bus zu wenig hatte
  • meine Beziehung zum Ratsch gegen Ende in einer harmonischen Zuneigung gipfeltet
  • ich besser in den letzten Wochen mehr Sport betrieben haette
  • ich mich von Franzosen verfolgt fuehle...
DAS, und VIELES MEHR demnaechst! *g*

geniesst die letzten Tage in diesem Jahr-im naechsten komme ICH!

Dienstag, 23. Dezember 2008

Frohe Weihnachten und grüßts das Christkind von mir!


Gestern am abend haben ich und die Eva gemeinsam ein bisschen gefeiert. Zuerst waren wir teuer, gut & fleischig essen und dann haben wir in der Wohnung zu Weihnachtsmusik und Kerzenlicht mit dem restlichen Bauchwehschnaps angestoßen.

Grauslig wars!

Ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guaden Rutsch ins neue Jahr!!!

Ich werde heute in wenigen Stunden mit dem Zug nach Jaisalmer fahren (20Stunden allein!!! Aaaa!!!) und dort die nächsten 10-14 Tage Reise beginnen (mit Lori und Juliette den Französinnen).

Bussis eure Carina

Sonntag, 21. Dezember 2008

Wusstest du schon...(9)?


...,dass ich in Varanasi von einem Baby-AFFEN angefallen worden bin? Der hats auf meinen Schal abgesehn gehabt und sich daran verbissen...
wow ich hätt fast die Panik bekommen...*g*

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Sari zum Dahinschmelzen...



Das ist mein Sari (traditionelles indisches Gewand)!
Oder besser das WAR...denn leider hat der Schneider, bei dem mein Sari war, den Stoff gebügelt. Tja und da der Stoff keine reine Seide war (sondern mit einem Kunstfasergemisch), ist er ein bisschen geschmolzen...

schön war er...*schnieeeeeeeeeeeeeeef*

Dienstag, 16. Dezember 2008

"Please ma'm, take a picture!"





Irgendwie waren speziell in Varansi alle Kinder besonders scharf darauf, fotografiert zu werden. Es hat ihnen voi Spass gemacht, sich selbst auf den Digicam-Displays zu sehen.




Montag, 15. Dezember 2008

Leichenverbrennungen am Ganges in Varanasi

Mittlerweile ist es schon wieder eine Woche her, dass ich in Varanasi am sogenannten "burning ghat" gestanden bin. Der Platz an dem täglich 24 Stunden lang Leichen verbrannt werden und deren Asche in den Ganges geworfen wird.

Der Moment an dem ich plötzlich fast mitten in diesem Szenario stand war für mich sehr bewegend und es ist schwierig so etwas aussergewöhnliches in Worte zu fassen.

Ich kann nur meine eigenen Eindrücke schildern und das, was mir erzählt wurde:

In Varanasi werden am Burning Ghat tagtäglich, 24h lang Leichen verbrannt. Nicht nur Menschen aus Varanasi sondern auch viele andere, deren Leichen extra nach Varanasi gebracht werden um im heiligen Fluss (Ganges) ihre Ruhe zu finden.

Wir drei Mädels sind von einem Einheimischen zum Burning Ghat gelotst worden. Plötzlich stand ich zwischen Meter hohem geschlichtetem Holz, rund um uns Rauch und geschäftiges Treiben. Waagen, mit denen das Holz abgewogen wurde. Je nach Kilogramm der Leiche braucht man soundso viele Kilo Holz...
Von einem Tempel aus konnten wir dann einen Blick auf die Scheiterhaufen werfen, auf denen die Leichen verbrannt werden. Sicher um die zwölf Feuer, manche von ihnen fast schon abgebrannt andere gerade aufgebaut (eine Leiche braucht ca. 3h bis sie vollkommen verbrannt ist).
Überall standen Trauernde um die Feuer herum, um sich von dem/der Angehörigen zu verabschieden. Dazwischen liefen Männer die Holz trugen, Tiere, spielende Kinder...
Es war so ein geschäftiges Treiben und hat so unwirklich auf mich gewirkt.
Die Leichen wurden auf Bahren mit goldenen Tüchern und Blumen bedeckt herbeigetragen, in den heiligen Ganges getaucht und auf die Scheiterhaufen gelegt.

Ich war einfach so überfordert, dass alles hautnah zu erleben.
Vor allem wenn man die weißbandagierten Körperformen verbrennen sieht...so nahe dabei...
als wir ein zweites Mal am Burning Ghat waren, hab ich die Hitze gespürt (wir standen näher) und den Rauch...

Beim Zurückgehen zum Bahnhof wäre ich in den engen Gassen fast zweimal mit einem Leichenzug zusammengestoßen...da geht man einfach und plötzlich streifst du beinahe an der Bahre die aus dem Nichts zu kommen scheint und von ein paar Indern getragen wird.
Ich hab in Varanasi einen ganz andern Umgang mit dem Tod gelernt. Viel selbstverständlicher und in die Gesellschaft integriert.
Aber ich glaube so ganz ist es mir nicht bewusst, was ich gesehen habe.

Noch ein paar Details für Interessierte:
  • es gibt einen zweiten Burning Ghat, ein elektrischer. Dieser wurde zur Entlastung des einen mit Holzfeuer und zur Umweltschonung gebaut... Leider wird dieser wenig genutzt, diese Weise der Verbrennung entspricht nicht der Tradition wurde uns erklärt.
  • es gibt fünf "Arten" von Menschen die nicht verbrannt werden, sondern mit einem Ruderboot in die Gangesmitte gerudert und mit einem Stein versenkt werden:
  1. Holy men
  2. Schwangere
  3. Kinder
  4. von der Kobra gebissene
  5. Lepra kranke
  • diese im Ganges versenkten Leichen tragen auch zur Verschmutzung bei und es ist ein komisches Gefühl, wenn man die Menschen durch den Fluss schwimmen sieht, wo man weiß, was auf dem Grund zu finden ist...
Ich habe das Gefühl das alles nur lückenhaft und pietätslos beschrieben zu haben, aber ich wollte euch gerne einen Eindruck verschaffen, da die Menschen in Varanasi auch diesen offenen Umgang mit dem Tod haben.

(übrigens das Fotografieren am Burning Ghat ist seit einigen Jahren verboten)

unter mir die Toten...





Freitag, 12. Dezember 2008

s' Christkind is das einzig wahre!

Den Nikolaus hab ich von da Eva bekommen, die auf einem deutschen Weihnachtsmarkt war, während ich in Varanasi herumgeschlendert bin.

Weihnachtsstimmungsbarometer (auf einer Skala von 1-10, 10=voi in Weihnachststimmung):
>1!!! Und der einser kommt auch nur davon, dass ich heute beim Einkaufen ein paar Plastikchristbäume und Billigschmuck gesichtet hab. Und wenn ich recht gehört habe, klang von ihrgendwo her ein englisches Weihnachstlied vom Weihnachtsmann (den es ja nicht gibt!!!! ich glaub fest daran, dass das CHRISTKIND das einzig wahre ist!!!)

Meine sonstigen, spannenden Entdeckungen:
  • ein Schwarzwälderschinken (ca. 7 Radln) um 10 Euro
  • und eine "Austrian Sacher Slice" (Sachertorte, hab ich mir sofort kaufen müssen...war mäßig geschmackig)

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Sunrise-Boattour am Ganges (nur halt ohne Sonne)

Am Sonntag um sechs in der früh erhoben wir uns frohen Mutes aus unseren weichen Betten um durch die sauberen Gassen zum Ganges hinunterzuschreiten (>die Adjektive entsprechen weniger der Wahrheit).

2h wurden ich, Franzi und Valentine von einem der vielen Bootsbesitzer mit einem Ruderboot (das eher einen instabilen Eindruck machte) am Gangesufer entlang gerudert.

Blick auf einen der vielen GHATS (sozusagen die Anlegestellen).

fast idylische Ruhe...da konnte man fast vergessen, dass nur ein paar Meter unter den Booten die Leichen am Grund des Ganges ihren Frieden gefunden haben...>>>in Varanasi werden tagtäglich hunderte Tote am Burning Ghat verbrannt und ihre Asche in den heiligen Ganges gestreut; aus bestimmten Gründen werden manche Leichen aber ohne Verbrennen in den Ganges geworfen...also meine Angst, vor unerwünschten Kollisionen war nicht unbegründet...
(>aber dazu mehr in einem eigenen Post)

Die Verschmutzung des Gangeswassers ist enorm. Trotzdem könnem manche Fische und der "Blind Dolphin" irgendwie überleben...

Die schwimmenden Kerzen wurden am Ufer verkauft.

Zeremonie von den "holy men"...vom Fluss aus beobachtet...

Wäsche waschen am/im Ganges. Ich hab mich davor gehütet das Wasser zu berühren.

Tourists everywhere in the "beautiful" sunrise!

Noch etwas müde...

Flowerkerzen

Und es gibt wirklich Männer, die tagtäglich die ganze Breite des Ganges (Ganga in Ortssprache) hin- und zurückschwimmen. Für Ausländer gesundheitlich schon einmal unvorstellbar...

Dienstag, 9. Dezember 2008

Mrs Purple, Mr Maori und Goldie Hawn






Varanasi, eine unbeschreibliche Stadt:

  • Kinder, die auf den Hausdächern stundenlang Papierdrachen steigen lassen
  • Mr. Maori (von mir so getauft) der täglich im gleichen Rooftoprestaurant sein geliebtes Frankreich verteidigt
  • Goldie Hawn, die es mit ihrem Besuch in zahlreiche zerschlissene Fotoalben von extrem stolzen Shopbesitzern geschafft hat
  • Smogwolken die über dem Ganga (Ganges) jeden Sonnenaufgang verdecken
  • zahlreiche Individualisten, unter ihnen Mrs. Purple, die lila liebende Yoga-Auszeitnehmerin
  • Familien, deren Leben sich am Hausdach abspielt
>>>BLOGINFO: Das war der 100ste BLOGPOST von mir...bin ich fleißig!<<<

How to get to Varanasi!

Franzi (D), Valentine (F) und ich auf dem Weg nach Varanasi;
12h reguläre Zugfahrzeit

always the same-sleeping in a train

die schuhe haben wir auf den Ventilatoren verstaut: diebstahlprävention

der rucksack als kopfpolster

Freitag, 5. Dezember 2008

I'm going to Varanasi!

Heute um 18:30 fahr ich mit der Sanna, Franzi (aus Deutschland) und Valantine (Frankreich) in den Osten nach Varanasi!

"Varanasi ( im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh und gilt als heiligste Stadt des Hinduismus. Varanasi liegt am Ganges und hat 1.166.200 Einwohner (Stand 1. Januar 2004). Sie ist eine der ältesten Städte Indiens."

(das gute alte wikipedia)

Dienstag Vormittag bin ich wieder da!
Wünsch eich allen einen besinnlichen 2ten Adventsonntag!

Gecko the second!


Darf ich vorstellen: der neue Gecko!
Wohnhaft links über meinem Bett beim Fenster erfreut er mich tagtäglich mit seiner Anwesenheit.

Schaut ziemlich verfressen aus, is er glaub ich auch, oder sie?

Who knows...

(vielleicht auch nur unvorteilhaft fotografiert)

Uni-Einblicke






Mittwoch, 3. Dezember 2008

Wusstest du schon, dass...(8)

Jetzt wurde es schon lange einmal wieder zeit, euch mit den kleinen interessanten Kleinigkeiten zu versorgen, die mir hier so aufgefallen sind...

...man auf den Strassen kein einziges dreckiges oder staubiges Auto sieht! >die Inder putzen ihr Auto naemlich jeden Tag (mit einem Fetzen einmal drueberwischen) bzw. ihre Bediensteten.

...die aelteren indischen Herrschaften oft rote Haare haben? >eigentlich sind sie ja schon grau aber mit roter Hennafarbe wird, damit es NICHT AUFFAELLT, einfach druebergefaerbt!

...mein USBstick voll mit TAUSENDEN Viren ist???Jaaaaaaaaa ist er naemlich. Die PCs hier im Computerraum haben naemlich KEIN Virusprogramm und hier ereignet sich tagtaeglich die wundersame (Virus)vermehrung.

...ich wieder einen entzueckenden Gecko im Zimmer hab! Direkt ueber meinem Bett...moechte nicht wissen was er in der Nacht so macht...
(hab ihn schon fotografiert und sobald ichs mit der Kamera uebern Unipc zum draufgeben schaffe....obwohl, dann haette ja meine Kamera auch Viren>>>ahhh!!! -Das geht wirklich, hab ich auch schon herausgefunden)

Montag, 1. Dezember 2008

Advent, Advent...


...ein Lichtlein brennt.
Der Adventkranz ist der von daheim,
in Indien duerfte das nicht tradition sein.
Darum spuer ich vom Weihnachswahn,
nichts, bei mir gibts nur Unikram.
Wuensch allen eine adventliche Zeit,
und Einkaufslust, a wenn es keinen gfreit.
Ich hoff es laeuft ein bisschen runder,
und bei meinem Laptop auf ein Wunder.

Samstag, 29. November 2008

dry day

Heute war "dry day"in Delhi. Das heißt soviel wie: es wird kein Alkohol in ganz Delhi ausgeschenkt und auch nicht verkauft.
Grund dafür, wie wir von Mitstudentinnen erfahren haben, sind die Wahlen in Delhi. Mit dem Alkoholverbot wollen die Behörden Ausschreitungen mit/von Alkoholisierten vermeiden.
Das heißt für den gestrigen Grillabend konnten wir nichts alkoholisches zum Trinken mitnehmen, Pech gehabt...die Grillerei war übrigens von ein paar deutschen Praktikanten organisiert. Eingeladen wurden wir von dem einen Steyrer-FH-Studenten, den wir beim ersten mal fortgehen kennengelernt hatten. ("wir" heißt übrigens: ich, Sanna, Franzi [deutsche Ex-Mitbewohnerinnen])

Und neben voi guaden Salaten gab es sogar FLEISCH! Richtiges, am Balkon gegrilltes Rindfleisch!

Meine Tage sind derzeit auch weniger aufregend. Neben technischen Massaker betreibe ich als Extremsport Essen und Gelsentotschlagen. Auf der Uni gibts auch viel zu tun, von Präsentationen über nervende Gruppenarbeiten bis hin zu written works (die gar nicht so leicht für mich zu schreiben sind...siehe PS...).

PS: wie ihr vielleicht schon im Blogcomment gelesen habt: mein Laptop ist nun richtig kaputt...nach dem Monitor hat auch der Rest aus undefinierten Gründen den Geist aufgegeben...ich nenn das multiples Organversagen! (ich poste gerade von Evas PC aus)

Donnerstag, 27. November 2008

Terrorserie in Mumbai

Es ist nichts erschreckender als wenn man in der früh aufwacht, aufs Handy schaut und besorgte sms von daheim bekommen hat, die von Anschlägen in Indien berichten (ja mein normaler Informationsweg: ich erfahr Indien Betreffendes von Österreich).
Genauso gings mir heute.
Darum hab ich mich gleich zum PC gesetzt und brauchte (leider) nicht lange googeln.
Jetzt sitze ich wieder da, und infomier mich wieder online...
steigende Todeszahlen...immer mehr Terrorschauplätze...neue Bomben...
In der Uni haben uns Mitstudenten heute geraten, am Wochenende lieber daheim zu bleiben...es sind Wahlen und keiner weiß mehr, wo/wann man sich sicher fühlen kann. Zumindeste am Samstag werden wir nicht auf einen neuen Markt einkaufen gehen wie es ausschaut.

Der Terrorismus macht die Menschen unsicher. Das kann man hier in Delhi spüren.

Mittwoch, 26. November 2008

rooftop view

Der Blick von unserer Unicafeteria (am Dach) hinunter auf den nächstgelegenen Slum:
Die Cafeteria, mit dem tagtäglichen Kampf um Sessel (die es nur in einer sehr begrenzten Anzahl gibt):
Blick auf den Sportplatz, hier mit lauter Schülern in Schuluniform (die kleinsten haben neulich Jingle Bells zur Morgenversammlung geträllert):